Der Verein BIN bietet für alkohol- und oder medikamentenabhängige PatientInnen der Aufnahmestationen (A1, A2, B1 und B2) und der Tagesklinik (Station A5) wöchentlich eine Informationsgruppe an.
Im geschützten Rahmen der stationären Entwöhnung fällt es den meisten PatientInnen relativ leicht, die Abstinenz aufrecht zu erhalten. Eine feste Tagesstruktur, abstinenzmotivierte Mit-patientInnen, Alkoholkontrollen und die ständige Verfügbarkeit von Ansprechpartnern bewirken eine - oft euphorisch gefärbte - Sicherheit, auch künftig auf Alkohol, Medikamente, Glücksspiele oder andere Suchtmittel verzichten zu können.
Mit dem Tag der Entlassung kommen dann auf den einzelnen die unterschiedlichsten Schwierigkeiten zu. Im Alltag kommt es häufig zu Aufforderungssituationen, zu Belastungen in Beruf und Familie, zur Konfrontation mit den Folgen des langjährigen Missbrauchs in Form von nachträglichen Vorwürfen, Schulden, Arbeitslosigkeit usw. Diese Faktoren erschweren oft die Abstinenz und enden dann bei vielen in Rückfällen.
Aus diesem Grund hat sich der Verein BIN zum Ziel gesetzt, die PatientInnen früh genug über die Nachsorgemöglichkeiten nach erfolgter Entlassung von der Station zu informieren. Die PatientInnen erhalten so die Möglichkeit, einen nahtlosen Übergang von der stationären Umgebung in die ambulante Nachbetreuung zu bekommen. Sinn und Zweck ist es, den Therapieerfolg zu sichern und die Abstinenz durch eine adäquate Nachbetreuung aufrecht zu erhalten - entweder in Form von einer Teilnahme an einer Nachbetreuungsgruppe oder in Form von Einzelgesprächen.
Die Informationsgruppe für PatientInnen der Aufnahmestationen und Tagesklinik gibt es seit 2005. Sie findet jeden Donnerstag um 14.00 Uhr in der Psychiatrieambulanz statt.
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